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Fernfallen...

Wenn die Zeit sich um mich dreht, dreht sie sich nur um mich. Momentan befinde ich mich in einer Zeitblase.

Du hast meine Zeit angehalten am Wochenende.

Meine Emotionszeit, meine Herzzeit. Sie läuft einfach nicht weiter. Ich sehe die Uhr ticken, höre die Regentropfen am Fenster und gehe doch nirgends hin. Nicht vorwärts, nicht rückwärts.

 

Meine Hände schreiben Worte, mein Kopf denkt sich kluge Sätze aus und ich warte. Warte darauf dass die Zeit zurückkommt zu mir.

 

Du hast immer gesagt Nähe, Liebe und Sex liessen sich nicht trennen.

Vielleicht mag es stimmen, denn nun trennen sie mich.

Ganz tief zu fallen war ich bereit für Dich. Ich hab meine Flügel geöffnet um uns beide aufzufangen nach einem Flug, der den Himmel hätte berühren können. Ich hab Dir die Frau hinter der Maske gezeigt, offen, jeden Knochen, bis aufs Blut - soviel Nähe wie Du von mir nicht kennen kannst. Vielleicht auch nicht kennen willst.

Du hast sie belächelt, Du hast mich belächelt, Du hast mein Herz beschämt.

Nun ist es spazierengegangen. Ich weiß nicht wohin.

Ich fasse meinen Körper an und spüre nichts. Mag sein dass er Lust empfindet, meinen Kopf erreicht sie nicht.

Ich sitze herum und schaue der Zeit zu, versuche in Gedanken nachzuspüren wie das ist, das Fallen - und wie ich es früher konnte, das Fallen ohne Aufgefangen werden zu müssen. Vielleicht werde ich es wieder lernen, und einen weiteren Glasstein bauen, in die Mauer, die mich schützt. Ich werde die Nähe wiederfinden.

Nur ob sie mich Dir näherbringt...

ich weiß es nicht.

 

Es ist weiß im Inneren eines Iglus

1 Kommentar 2.8.07 18:04, kommentieren